Berühmte Diamanten

Hope Diamant

Hope diamanten

Ein Diamant, der dem der Mona Lisa entspricht. Der Hope-Diamant ist der berühmteste Diamant der Welt. Dieser 45,52 Karat Diamant, der auch unter dem Namen „Le bleu de France“ bekannt ist, hat eine lange und turbulente Geschichte. Der ursprüngliche Diamant wurde in der Kollur-Mine in Indien gefunden. Das  französische Handelsschiff von Jean-Baptiste Tavernier kaufte den Diamanten 1660 oder 1661. Obwohl der Diamant den Legenden zufolge durch Tavernier aus der Statue eines hinduistischen Gottes gestohlen wurde. Der Diamant stellte eines der beiden Augen des Gottes dar. Als die Priester dahinter kamen, dass der Diamant verschwunden war, sprachen diese einen Fluch auf die Person aus, in deren Besitz sich der Diamant befand. So wurde durch den Fluch die Enthauptung von König Ludwig XVI und Marie Antoinette erklärt. 1824 erwarb Henry Philip Hope den Blauen Diamanten und ab diesem Zeitpunkt war er als der berühmte Hope-Diamant bekannt. Nach mehrmaligem Eigentümerwechsel fand der blaue Diamant sein endgültiges Zuhause im Smithsonian Institut in Washington, wo er noch heute besichtigt werden kann. 

 

stern von africaStern von Afrika

Der Stern von Afrika wurde aus dem berühmten Cullinan Diamanten geschliffen. Hierbei handelt es sich um den größten Rohdiamanten, der jemals auf der Erde gefunden wurde. Der Cullinan Diamant hatte ein Gewicht von 3106 Karat. Aus dem Cullinan schliff der Diamantschleifer Asscher neun große und 96 kleine Diamanten, unter denen sich der Große Stern von Afrika befand. Der Stern von Afrika mit 530,20 Karat wurde im königlichen Zepter von England verarbeitet und wird im Tower of London aufbewahrt. 

 

Tiffany

Tiffany

Der goldgelbe Tiffany-Diamant hat 128,51 Karat und wurde in der Kimberley-Mine in Südafrika gefunden. Er wird beim bekannten Juwelier Tiffany in New York ausgestellt. 

 

 

Dresdner Grüne Diamant

Dresdner Grüne Diamant

Die Herkunft des Dresdner Grüne Diamants mit 41 Karat ist nicht bekannt, man unterstellt, dass der Stein aus Indien stammt. Der Kurfürst von Sachsen, Friedrich August II erwarb den Stein 1742 für 400.000 Taler. Der Dresdner Grüne Diamant ist im Grünen Gewölbe in Dresden zu bewundern. 

 

 

Sjah

Sjah diamant

Mit seinen 88,70 Karat ist der Sjah-Diamant mit seiner Stabform einer der auffälligsten aller berühmten Diamanten. Golconda, bekannt als Fundort des Diamanten in Indien, ist wahrscheinlich auch der Ort, wo der Shah entdeckt wurde. In diesem Diamanten sind die Inschriften von drei Herrschernamen eingraviert. Die erste Gravur lautet: “Bourhan-Nizam-Shah-II, 100” (Mohammedanischer Kalender), der den Stein 1591 in die Hände des Herrschers der indischen Provinz Achmednager gab. Die zweite Gravur besagt: Sohn des Jehangir Shah Jehan-Shah, 1051“. Diese verweist auf den Shah Jehan. Dieser erbaute das “Taj Mahal” für seine geliebte Königin Mumtaz Mahal. Die dritte Inschrift lautet: „Kadjar Fath Ali Shah“. Er war der Schah von Persien im Jahr 1824. 1829 wurde der Diamant dem Russischen Zar Nicolas I geschenkt und kann im Kreml in Moskau besichtigt werden.

Florentiner oder Toskaner

Dieser Diamant hat eine mythische Geschichte, die aus Volkslegenden und Sagen besteht. Das erste genaue Wissen zu diesem 137,27 Karat Diamant ist, dass er sich 1657 im Besitz der Medicis in Florenz befand, danach erschien der Stein in der Krone der Habsburger (im 18. Jahrhundert) und wurde anschließend in einer Brosche verarbeitet. 

Sancy diamant

Sancy

Der 55 Karat birnenförmige Sancy war das Prunkstück im Privatbesitz der englischen Familie Astor. 1470 wurde der Stein von Karel de Stoute getragen. Danach befand sich der Stein im Besitz von Charles the Bold, Herzog von Bourgogne. Er verlor den Stein 1477 in einem Kampf. 1570 erwarb der französische Botschafter Seigneur de Sancy ihn, musste den Diamanten aber aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verkaufen. Er verkaufte den Sancy Diamanten an James I, König von England. 1688 flüchtete James II mit ihm nach Paris, wo der Diamant während der Französischen Revolution verloren ging. Glücklicherweise ist er wieder aufgetaucht und derzeit kann der Sancy Diamant im Louvre besichtigt werden. 

Nassak

Nassak

Der Nassak-Diamant wurde im 15. Jahrhundert in Indien entdeckt. Der Nassak-Diamant wurde zunächst in Indien geschliffen. Beim ursprünglichen Schliff wurde keine Rücksicht auf die Form genommen. Es ging einzig und allein darum, die Größe zu erhalten, denn der Diamant wog mehr als 90 Karat. Von 1500 bis 1817 war der Diamant in dieser Form Bestandteil der Statue von Shiva. Dadurch erhielt der Nassak noch einen zweiten Namen, nämlich „Eye of the Idol“. Während des Dritten Anglo-Maratha-Krieges bemächtigte sich die Britisch-Ostindische Kompanie des Nassak-Diamanten und verkaufte diesen 1818 an einen britischen Juwelier.  Dieser schliff den Nassk-Diamanten erneut und in dieser Form wurde er in den Handgriff des Schwertes des 1. Marquis von Westminster eingesetzt. 1927 wurde der Nassak-Diamant in die Vereinigten Staaten überführt, wo er von Haary Winston 1940 nach dem Emerald Schliff von 43,38 Karat erneut geschliffen wurde. Das Eye of the Idol hat sich von einem Teil einer Verehrung zu einem Diamanten im Privatbesitz entwickelt. 

 

Koh-j-Noor diamantKoh-j-Noor

Der Koh-i-Noor hat seinen Namen im Rahmen einer turbulenten Geschichte erworben. 1304, als sich der Diamant im Besitz des Radschas von Malwabefand, von dem man glaubte, dass es sich um den mächtigsten Mann der Welt handele, wurde unzählige Male um den Besitz dieses Steins gestritten. Der Diamant kam auf eine listige Art und Weise in den Besitz des Feldherren Nadir Sjah. Während eines Siegesfestes schlug Nadir vor, den Turban mit dem vorherigen Eigentümer des besetzten Reiches zu tauschen, der den Diamanten darin versteckt hatte. Als Nadir den besonderen Edelstein fand, rief er:  Koh-i-noor, was frei übersetzt soviel heißt wie:Berg des Lichts”.

Nadir brachte den Edelstein nach Persien. Dort blieb er, bis die Engländer Persien 1849 unterwarfen und den Koh-i-Noor Königin Victoria schenkte. Um den Glanz des Edelsteins hervorzuheben, wurde 1852 entschieden, den Stein erneut zu schleifen. Dem Stein wurde hierdurch sein Format von 186 Karat auf die zeitgenössischen 108,93 Karat zurückgegeben. Nun wird der Koh-j-Noor im Tower aufbewahrt und befindet sich in der Krone von Königin Elisabeth. 

Das Gelöbnis von Lesotho

Dieser Stein hat 603 Karat und ist einer der größten unbearbeiteten Diamanten, die je gefunden wurden. Der Diamant ist so groß wie eine Hand und trägt eine prächtig weiße Farbe (D). Er wurde 2006 für $ 12,36 Millionen an die South African Diamond Corporation (Dafdico) verkauft.